• In Vorstellungsgesprächen lernen wir neue Ansprechpartner kennen und wollen einen guten Eindruck…

  • In einer zielorientierten Gesellschaft beschäftigt man sich mit dem "Was?" und dem "Wie?". Ist das…

  • Personalsuche bzw. Jobsuche ist mit modernen technologien umfanreicher und aufregender geworden,…

  • Der erste Schritt ist erfolgreich gemeistert und es winkt ein Termin zu einem Vorstellungsgepräch.…

  • Für eine erfolgreiche Bewerbung ist es wichtig seine Bewerbungsmappe gut aufbereitet und…

  • Die Erholung nach einem Urlaub ist schnell verflogen. Wenn der Stress danach wieder zu hoch ist,…

  • Ist man nach einem Erholungsurlaub zurück am Arbeitsplatz, fällt der Einstieg in den…

"Sind Sie ein Headhunter?"

Was genau ist eigentlich ein Headhunter?!

Headhunter, Recruiter, Personalberater. Wir alle haben diese Begriffe schon gehört und so manch einer wurde auch schon von ihnen angesprochen. Doch was genau ist eigentlich ein Headhunter und gibt es einen Unterschied zwischen diesem und einem Personalberater? Es gibt heutzutage unzählig viele Bezeichnungen für scheinbar ein und dasselbe. In diesem Artikel klären wir auf, ob es Unterschiede gibt und worin diese liegen, damit Sie in Zukunft wissen, mit wem Sie es zu tun haben.

 

In der bunten Landschaft der Personaldienstleister treffen Sie auf verschiedene Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Titeln. Um die Unterschiede zwischen den Berufsbezeichnungen zu bestimmen, muss man betrachten, welche Dienstleistungsform dahinter steht und welche Personengruppe angesprochen werden soll. 

  

Viele verschiedene Begriffe, die alle dasselbe zu beschreiben scheinen.

 

Grundsätzlich lassen sich verschiedene Dienstleistungsformen schon an der Berufsbezeichnung Ihres Ansprechpartners ableiten. Die gängigsten Bezeichnungen, die wir im Folgenden erläutern:

 

  • Headhunter
  • Personalvermittler / Recruiter / Talent Manager
  • Personaldisponent
  • Personalberater

 

Der Personalberater - Ein Oberbegriff für die Branche

 

In der Branche der Personaldienstleistungen gibt es viele, die sich schlichtweg Personalberater nennen. Das ist meist der einfachste und eleganteste Weg der Berufsbezeichnung, weil er allgemein gehalten ist. Wie beim Arzt oder beim Rechtsanwalt beispielsweise ist es ein Oberbegriff, der für die jeweiligen Fachrichtungen und expliziten Dienstleistungen noch weiter erläutert werden muss. Personalvermittler, Recruiter, Personaldisponenten und Headhunter sind allesamt auch Personalberater. Der gemeinsame Nenner ist die Personalsuche und Personalbeschaffung.

 

Der Recruiter / Talent Manager

 

Einen Recruiter oder auch Talent Manager kann man in jedem Unternehmen finden. Während beim Headhunter oder beim Personalberater eine vertriebliche Komponente als Dienstleister eingebunden ist, so beschränkt sich der Recruiter vornehmlich auf die Personalbeschaffung. Der Recruiter hilft dabei Stellenprofile zu definieren und begleitet den gesamten Rekrutierungsprozess von der Identifizierung und Ansprache geeigneter Kandidaten bis zur erfolgreichen Einstellung. 

 

Der Personaldisponent

 

Einen Personaldisponenten findet man vorzugsweise bei Personaldienstleistern, die sich auf die Zeit- und Leiharbeit spezialisiert haben, aber auch mittelständische und größere Unternehmen mit einem hohen Bedarf an gewerblich-technischen Personal beschäftigen mitunter eigene Personaldisponenten. Ihre Arbeit dreht sich um die Betreuung verschiedener Mitarbeiterkreise in Zusammenhang mit der gegenwärtigen Bedarfssituation. Personaldisponenten quantifizieren wie viel Arbeitskraft benötigt wird und versuchen Engpässe zu vermeiden und Spitzen abzudecken. Neben der Betreuung von Ein- und Austritten von Mitarbeitern steht die Personaleinsatzplanung und die Lohn- und Entgeltabrechnung im Vordergrund.

 

Foto: ©pexels.com

 Der Headhunter - ein aussterbendes Relikt?!

 

Der Begriff des Headhunters ist immernoch ein sehr weit verbreiteter. Unter den Begriffen, die wir in diesem Artikel aufführen, ist er auch einer der ältesten. Er kommt aus einer Zeit, bevor uns das Internet als allgegenwärtiges Informationsmedium zur Verfügung stand. Vor 30-40 Jahren gab es keine Karrierenetzwerke wie beispielsweise XING oder LinkedIn. Auch in der Offline-Welt von damals gab es kein klassisches Pendant.

 

Wie ging nun ein Unternehmen vor, wenn es eine Schlüsselposition neu zu besetzen hatte und gleichzeitig Kandidaten mit dem passenden Fachwissen selten anzutreffen waren?

 

Verschiedene Branchen, in denen ein Headhunter zum Einsatz kam, waren oft überschaubar groß. Das heißt, es gab überschaubar viele Unternehmen und dessen Führungskräfte kannten sich oft gegenseitig durch Fachveranstaltungen, Kongresse oder Tagungen. Für die Unternehmen war es zudem damals schwieriger an branchenrelevantes Know-How zu kommen, wenn man es nicht selbst entwickelt hat. Wollte man sich also gezielt Fachwissen ins Unternehmen holen, so hat man in Erfahrung bringen lassen, wer in der Branche über dieses Fachwissen verfügt und hat dann versucht speziell über Headhunter Herrn X oder Frau Y für Firma Z abzuwerben.

 

Der Headhunter entspricht also in einer Form einem Kopfgeldjäger, der eine Prämie dafür bekommt eine bestimmte Person aufzuspüren und "einzufangen". Der Unterschied zum Personalvermittler und zum Recruiter besteht darin, dass der Headhunter gezielt ausgewählte Personen anspricht, während Personalvermittler und Recuriter eine gesamte Gruppe von Kandidaten anspricht, welche ein entsprechendes Anforderungsprofil erfüllen. 

 

Durch das Internet und die dichtere Vernetzung innerhalb der Gesellschaft, wird der Bedarf an Headhuntern geringer, aber es gibt sie noch. Ein Headhunter wird Sie ansprechen, weil ein bestimmtes Unternehmen Interesse an genau Ihnen hat, alle anderen jedoch werden Interesse haben, weil Sie zu einer Gruppe von Fachkräften gehören, die das passende Know-How haben. 

 

08. Januar 2018 - Christopher Kretschmann

Copyright © 2017  manduro Personal, Dortmund