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Motivation, Produktivität & Sinn

Das Problem der Zielorientierung

Im Interkulturellen Vergleich gelten wir in Deutschland als tüchtig, diszipliniert und geordnet. Man bewundert unsere Arbeitsmoral und unsere Zielstrebigkeit. In jedem Karriereportal finden sich zahlreiche Ratgeber zu dem Thema Motivation und Produktivität. Die Tipps, welche man in den Artikel bekommen drehen sich meist um die gleichen Fragen:

 

  • Wie verbessere ich meine Motivation / Produktivität?
  • Wie erreiche ich am besten / am schnellsten meine Ziele?
  • Wie definiere ich mir sinnvolle Ziele?

 

Jeder hat unterschiedliche Anreize, Motive und Ziele, die im Arbeitsleben verfolgt werden. Verschiedene Ziele sehen dann ungefähr so aus:

 

  • „In X Jahren will ich Abteilungsleiter sein“
  • „Irgendwann will ich XX.XXX € verdienen“
  • „Ich möchte irgendwann weniger hart arbeiten müssen“

 

Ich möchte allerdings die Frage aufwerfen, ob es sinnvoll ist und zur Glückseligkeit führt, wenn man sich solche Ziele im Leben setzt. Jedes dieser Ziele schlägt einen bestimmten Weg ein, der optimalerweise gradlinig verfolgt wird.

 

Ist es nicht viel wichtiger warum man etwas tut und nicht nur was und wie?

  

 

Sich allein mit seinen Zielen und dessen Erreichung auseinanderzusetzen wirft Probleme auf:

 

Angenommen, das Ziel wird erreicht. Was dann?! Neues Ziel und dann von vorn? Auf diese Weise kann man sich sein ganzes Leben lang von Ziel zu Ziel hangeln und weiß trotzdem nicht, warum man all das auf sich genommen hat.

 

Was passiert denn, wenn man sein Ziel nicht erreicht hat? Dies als Niederlage zu verbuchen und sich dann ewig einzureden man habe versagt hat auch noch niemanden weitergebracht.

 

Der Schlüssel zum Wohlbefinden muss also woanders liegen. Wann haben Sie sich zuletzt gefragt warum Sie tun, was Sie tun?

 

„Warum gehe ich jeden Tag zur Arbeit?“

 

Erfolgreiche Unternehmen mit glücklichen, zufriedenen Mitarbeitern können diese Frage beantworten. Sie haben meist Visionen oder eine Mission und arbeiten täglich dafür.

Nehmen Sie beispielsweise Ärzte ohne Grenzen. Deren Mission liegt darin Menschen in Not zu helfen. Die Not in der Welt abzuschaffen wird Ihnen wahrscheinlich nicht gelingen, aber sie finden jährlich immer mehr Unterstützer.

Dieser Beitrag soll keine Werbung für Ärzte ohne Grenzen darstellen. Es gibt zahlreiche andere Beispiele für Unternehmen und Organisationen, die über eine reine Zielsetzung hinausgehen.

Durch unsere strukturierte Arbeitsweise haben wir gesellschaftlich eine Gewohnheit entwickelt alles in Meilensteinen messen zu wollen. Für einzelne Projekte und Aufgaben wird das gut funktionieren. Wenn man aber nach dem tieferen Sinn dahinter interessiert ist, muss man sich damit auseinandersetzen, warum man jeden Tag dafür arbeitet. Nur so wird man glücklich sein mit sich selbst und seiner Arbeit. Der Erfolg bzw. die erreichten Ziele und Meilensteine werden dann ein Nebenprodukt sein.

 

04. Dezember 2017 - Christopher Kretschmann

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